Alle Artikel in: Persönliches & Geschichten

Reisescham

Wie Bolle freue ich mich auf einen Gastbeitrag, der einer persönlichen Korrespondenz zwischen Tochter und Vater entsprang – Reisescham – den ich hier gern weiter gebe: – – Hi Papa, ich bin vor ein paar Tagen über einen Artikel in der Zeit gestoßen, in dem die Autorin das Reisen als Höhepunkt der freien und offenen Gesellschaft in Frage stellt. Das hat mich irgendwie ins grübeln gebracht und ich habe seit dem mit ein paar Leuten drüber diskutiert. Und habe mich dabei an unser Gespräch in Neuseeland erinnert: Ab wann wird „Urlaub“ zu „Reisen“? Wenn man wie lange weg vom Alltag in einer möglichst fremden Kultur oder an einem möglichst fernen Ort ist, ist das kein Urlaub mehr? Ich habe damals gesagt, dass ich finde, dass ein Urlaub zur Reise wird, wenn man sich einen Alltag aufgebaut hat. Wenn man das Gefühl hat dort zu leben und es im besten Fall kein Abreisedatum gibt, man keinen Rückflug gebucht hat.

Kreativität als Jobgarantie

Kreativität als Jobgarantie

Unser Agenturalltag ist höchst spannend: kein Job ist wie der andere, jeder Kunde hat individuelle Aufgaben oder gar Probleme, nicht ein Tag ist wie der andere. Da wird analysiert, werden Strategien entwickelt, Konzeptionen geschrieben und die dann auf mannigfaltige Art und Weise umgesetzt. Ab und an produzieren wir auch handfeste Dinge. Manchmal. Meist Unikate , manchmal „Notfälle“,auch wenn eine Produktion aus Zeitgründen eigentlich gar nicht mehr möglich ist. Trotz betriebswirtschaftlich motivierter

Wolf

Haushaltsauflösung

Heute ging ich also – gemeinsam mit meiner Familie – meiner gesetzlichen Pflicht nach, den Haushalt meiner verstorbenen Mutter aufzulösen: Haushaltsauflösung. Gestorben ist meine Mutter am 7. Januar. Die Zeit bis zu ihrer Trauerfeier am 19. Januar haben wir ganz bewusst für uns, unsere Trauer und das Gedenken an meine Mutter einschließlich Planung und Organisation ihrer Trauerfeier genutzt.

Es muss nicht immer Kaviar sein

Es muss nicht immer Kaviar sein

Es muss nicht immer Kaviar sein – Der Schmöker stand einst bei uns im Bücherregal. Mein Vater war ein großer Freund des Buches. Irgendwann las ich es auch einmal. Und dann nochmal. Dann bekam ich es geschenkt. Jetzt steht es als eine Art Sonderling in meinem Bücherregal. Mittlerweile habe ich es bestimmt fünf mal gelesen. (Dabei fällt mir der Witz über Alzheimer ein: Alzheimer ist so schön, man lernt ständig neue Leute kennen.) In den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts fand ich es schick,