Unbequeme Bequemlichkeit
Es gibt in meinem Leben eine Faustregel, die sich über Jahrzehnte bewährt hat: Wenn mir eine Firma etwas kostenlos anbietet, schaue ich genauer hin und frage mich warum sie das tut und womit ich eigentlich bezahle.
Es gibt in meinem Leben eine Faustregel, die sich über Jahrzehnte bewährt hat: Wenn mir eine Firma etwas kostenlos anbietet, schaue ich genauer hin und frage mich warum sie das tut und womit ich eigentlich bezahle.
Im Oktober 2021 kündigte Mark Zuckerberg an, Facebook werde zu „Meta“.Er meinte das wörtlich. Denn seine Zukunftsvision war klar: ein allumfassendes „Metaverse“, eine digitale Parallelwelt für Arbeit, Freizeit und Begegnung. Klingt innovativ – ist aber vor allem eins: ein Albtraum in VR.
Der Algorithmus entscheidet, wen ich sehe – und wer mich sieht. Wer nicht liked, verschwindet. Wer kommentiert, wird sichtbar. Soziale Nähe wird simuliert. Stories, Emojis, Sticker – alles für die Interaktion. Doch was fehlt, ist: Begegnung.
Meta sammelt nicht nur, was du postest. Sondern auch: Aufenthaltsorte, Chatverhalten, Klicks, Pausen und Scrollrichtung. Daraus entstehen Schattenprofile.
Zu Beginn meiner Facebook-Karriere folgte ich Leuten und bekam deren Beiträge angezeigt. Beiträge, die mir gefallen haben, belohnte ich mit einem „Daumen hoch“. Und schwups, tauchten Beiträge von diesen Personen häufiger in meinem Feed auf. Soweit so gut, das wollte ich ja auch. Aber…
Mit dieser Beitragsreihe nehme ich dich mit auf meine Reise, die mich dahin geführt hat, das Digitale neu zu denken und dem Ergebnis, alles was von Meta kommt aus meinem Leben zu verbannen. Kurz: „Tschau Meta“.
Auch wenn ich mich nicht für übermäßig eitel halte, so gibt es doch ein paar Titel, die mir andere gegeben haben, die ich über drei Ecken erfahren habe und die ich ganz lustig und passend finde: Einer davon ist „Tausendsassa des Bestatter-Marketing“, „Mister Social Media“ ist ein anderer, bisschen übertrieben finde ich „Facebook Gott“.