Als junger Kerl bin ich ab und an mit meiner Schwester spazieren gegangen. Nein, nicht wegen Romantik oder so. Fairwind hieß meine Marke. Schon damals war das Packungsdesign für mich wichtig.

Unser Spiel hieß nicht „Wenn ich König wäre…“ – aber so ähnlich: „Was mach‘ ich mit meinem Lottogewinn?“

Also nicht so der normale, mein letzter war 13,20 €. Nein, es mussten schon drei Millionen sein. D-Mark.
Den Begriff Jackpott kannte ich noch nicht. Aber eine größere Menge Geld konnte auch ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Egal, ob so ein Spaziergang zwei oder drei Zigarettenlängen dauerte, meist entlang der Dichtmauer in Darmstadt, es war mehr als ein Spiel, fast ein Plan, diese gigantische Geldmenge auszugeben. Nicht wirklich in echt, mehr so in meiner Phantasie.

Aber nichts desto trotz sehr ernsthaft. Ja, ein Haus kam vor, vielleicht auch zwei, drei oder vier. Eltern, Schwestern, ihr wisst schon. Und ich muss ja auch irgendwo wohnen… Aber keine Yacht und auch keine Insel. Und immer auch Spenden. Nicht nur, um die jugendliche Seele zu entlasten. So viel Geld – unverdient – zu haben und zu verplanen (ausgeben!) ist ja auch eine verantwortungsvolle Aufgabe. Als Millionär hat man schließlich auch soziale Verantwortung!

Das ist jetzt fast 40 Jahre her.

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Erinnert habe ich mich daran, als mein Aktiendepot eines Morgens einen Wert hatte, dessen Zahl ich nicht einmal kannte, geschweige denn aussprechen konnte. Aber das ist ja nur Geld. Denn…

In Wirklichkeit bin ich ja längst König!

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Ich hatte das Glück, schon als Kind in einer großartigen Familie aufwachsen zu dürfen und habe darüber hinaus seit vielen Jahren sogar die weltbeste, eigene 😉 1.000 Dank meine 2Ks!

Die „weiteren Familienkreise“, Freunde und Nachbarn tragen zu meinem Glück bei. Auch in meinem Job kann ich nicht wirklich jammern: Sowohl in der Agentur, als auch mit Kunden und Lieferanten arbeite und lebe ich in Beziehungen, die über das geschäftliche weit hinaus gehen und die ich sehr schätze und nicht missen mag.

Aber so bisschen gibt’s ja dann für Jungs dann doch noch das Materialistische. Wir kennen alle die Sprüche:

  • Das Leben ist kein Wunschkonzert.
  • Das ist hier kein Ponyhof.
  • Du bist nicht zum Spaß auf Arbeit.

Nun sitze ich also mal wieder alleine im Auto, lass‘ meinen Tag Revue passieren, auf dem Weg nach Hause ist die Familie (noch) weit weg und ich denke mir:

Was wäre wenn, ich König wäre?

Denn wenn Mann (ich) so im Dunkeln gen Heimat fährt, die Augen zusammenkneift, weil die Scheinwerfer des Gegenverkehrs blenden, die doofen Scheibenwischer einen total einlullen, dann… Ja dann spuckt die Frage durchs Hirn: Was wäre, wenn ich König wäre?

Nach einem langen, anstrengenden Arbeistag steht natürlich das Berufliche schnell und präsent „Gewehr bei Fuß!“

Jetzt entgleite ich mal kurz in professionelle Details: Wenn ich heute, jetzt, König wäre, dann

  • möchte ich mit meinem Team gern für acht (Beratungs-) Kunden regelmäßig und (weiterhin) langfristig arbeiten
  • mit Leidenschaft klotzen und Kunden beim Erfolg unterstützen
  • mit der geplanter Auslastung von 80%  Fixkosten decken
  • darüber hinaus noch Potenzial für Sahnehäubchen haben und
  • bei dieser Planng können wir dann auch öfters mal „Fünfe gerade sein lassen“ 😉

Und nun bin ich gleich zu Hause. Und freue mich heftig auf meine Königin!

… den Hashtag „wennichkönigwäre“ teste ich aber dann irgendwann doch noch #wennichkönigwäre“