Fotografie, Große Stunden, Praxis trifft Theorie, Soziale Medien, von wegen Privat ;-)
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Neid und Missgunst kostenlos

Zuletzt aktualisiert am 23. März 2018 um 15:59

„Neid und Missgunst für 99 €“ – so oder so ähnlich warb Sixt mal vor rund 20 Jahren für ein Miet-Cabrio. Gewagt, aber einprägsam – wie man sieht.

Nun bin ich aber nunmal ein eher visueller Mensch. Und in der glücklichen Situation, mich seit Tagen einer Unmenge von neuen, großartigen Motiven ausgesetzt zu haben.

Die Aufgabe heißt demnach: wenig fotografieren und noch weniger posten! Leichter gesagt…Drei Tage Ho-Chi-Min-Stadt: rund acht Millionen Menschen mit gefühlt doppelt so viel Rollern.

 

 

Nein, hier werde ich mir weder ein Auto noch einen Roller leihen. Schon als Fußgänger zu überleben ist ein Aufgabe.

Und die permanente Huperei? Bei rund 30 Millionen Roller quasi Dauerton 📢

Und was aussieht wie vor einem Roller-Geschäft ist ein ganz normaler Bürgersteig: vier Meter breit, eine Reihe für Roller, der Rest ist für die Fußgänger. Wenn nicht gerade ein Roller kommt…

Im Mekong-Delta kam Kultur im buddhistischen Tempel und dann per Bootstrip Dschungel-mäßig jede Menge Natur dazu.

Und jetzt ist Strand angesagt: der „Nine-To-Five-Business-Man“ braucht eben auch mal Erholung!

Ja, hier sieht es großartig aus und das mit der Erholung könnte auch was werden. Aber deshalb Palmenfotos posten? Und wenn ja, wo?

Neid und Missgunst kostenlos via Facebook

Damit versau‘ ich doch meiner Crowd zu Hause nur die Laune bei fünf Grad Schmuddelwetter in good old Germany.

Schauen wir uns also mein Netzwerk mal genauer an:

BLOG WORSCHTSUPP

Mein Internettagebuch hier schreibe ich seit knapp fünf Jahren. Hier leiste ich mir den Luxus, für mich und aus meinem Leben zwischen Privat und Geschäft zu schreiben. Da ist auch Wurst, wie die KPIs ausfallen. Sehr freut mich, wenn mir Freund sagen, wie gern sie die Worschtsupp lesen.

Hier kann ich also frei veröffentlichen, wonach mir der Sinn steht. Ja, auch Palmen 😎

FACEBOOK

Die Bildzeitung unter den Sozialen Netzwerken ist natürlich der Reichweitenbringer schlechthin. Hier mischen sich Familie, Freunde, Kunden, Lieferanten und jede Menge Menschen, die ich hier kennengelernt habe und erst später persönlich getroffen habe. Bei manchen steht das noch aus 😉

Hier sind Strandbilder dann eher wie die Sixt-Werbung. Ich stehe nicht auf Neid und Missgunst, also keine Palmen auf Facebook.

INSTAGRAM

Mit meinem Hang zur Fotografie ist Instagram einer meiner Favoriten. Hier sind viele visuelle Menschen unterwegs. Immer mehr Facebook-Kontakte tauchen hier auf, auch wenn deren Foto-Input aktuell noch viel Luft nach oben hat. Also sind Bilder hier ok, oder?

VIMEO

Wenn sich die Leidenschaft zur Fotografie weiter hin zu Bewegtbildern entwickelt, ist Vimeo schnell Kanal der Wahl. Viele Features, eher exklusive Gemeinschaft.

YouTube

Und weil wir Medienschaffende nicht nur Künstler sind achten wir dann doch auch auf Reichweite (siehe oben: Facebook). Auch weil YouTube zu Google gehört, ist der Kanal wichtig, meine persönliche Folgerschaft aber eher überschaubar.

XING

Xing – das Netzwerk der Schlipsträger (Kundenzitat) – habe ich früher eher belächelt als Gemeinschaft derer, die mit adretten Bewerbungsfotos hoffen, von einem Headhunter mit dem nächsten Super-Job gefunden zu werden. Klingt böse, war es auch. Mittlerweile ist mein Verhältnis zu diesem Netzwerk stark im Wandel… Und das ist gut so! Gerade weil es ein sehr berufsbezogenes Netzwerk ist, haben Palmenfotos dort wenig verloren.

TWITTER

Früher habe ich Twitter eher zum Medienkonsum genutzt: Folgte der Zeit, dem Spiegel, der Süddeutschen, der Rundschau, der TAZ und anderen. Erst wenn mir ein Thema mehrfach unter dem Daumen vorbeiscrollte habe ich entschieden, in welchem Medium ich mir den ganzen Artikel anschaue. Passte prima zum Frühstückskaffee auf der Terrasse.

Irgendwann wurde mir der Einheitsbrei lästig

Ich ging dazu über, eher Menschen als Medien zu folgen. So bleibt mir die Illusion, meine Scheuklappen hätten was mit Individualität zu tun und ich könne dem Mainstream entkommen.

Schaut her, der Wolf glaubt nicht jeden Schund!

Leider habe ich meine aktive Rolle als Twitterer noch nicht so wirklich gefunden. Der Trump und sein angeblich 100-köpfiges Twitter-Team macht’s mir auch nicht leichter ;-(

Und weil ich also immer noch nicht weiß, wie ich mein Ei auf Twitter lege, erspare ich Euch #palmen #vaterkindreise2018 etc.

Mein Internettagebuch: Worschtsupp

So, nun habe ich meine extrovertierte Phase doch mal ein kleinwenig rauslassen können. Jetzt mal husch-husch zur Bildbearbeitung, Ausschnitte und so.

Palmen gibt’s also erst einmal nur auf Instagram. Von dort wird auch das eine oder andere nach Facebook, Tumblr und Twitter verteilt. Nein, kein Xing, kein LinkedIn. Und ob ich noch zu den Bewegtbildern komme sehen wir dann.

Danke fürs Lesen (Kommentieren, Teilen) und auf bald…

🌴

PS

Auf der ersten längeren Busreise habe ich viel gelernt: Die für europäische Ohren nahezu unerträgliche Huperei ist gelernte Kommunikation!

Niemand hupt ohne Grund

Der Huper weiß, warum er wen anhupt. Und der Angehupte weiß, dass er – von den Hunderten drum rum – gemeint ist und was er tun soll oder auf gar keinen Fall tun darf. Und das funktioniert!

Einen Verkehrsunfall habe ich in meinen Tagen in Ho-Chi-Min-Stadt nämlich glücklicherweise nicht gesehen.

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