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Erkenntnisse eines Digitalnomaden

GUDE!

Zuletzt aktualisiert am 11. Dezember 2021 um 20:53

Hier in lockerer Folge meine ersten „Erkenntnisse eines Digitalnomaden“ auf Zeit:

Reisemobil als Arbeitsplatz

Je nach dem, was ich arbeite ist mein Schreibtisch in der Agentur natürlich komfortabler. Liegt wohl an knapp eins fünfzig Displaybreiten. Oft würde aber auch das MacBook reichen. Und das ist an Tisch und Sitzbank problemlos. Klar, für längere Reisen sind neben dem MacBook ein mittelgroßes Display, Maus und Tastatur natürlich sinnvoll.

Da ich keine zehn Stunden unbewegt auf meinem Hintern sitze, hat mir die Qualität eines ergonomischen Sitzmöbel nicht wirklich gefehlt. Der Park für einen kurzen Spaziergang liegt ja oft direkt vor der Tür.

Wohnmobil ist Tinyhouse auf Rädern

Zwei Betten mit je 140er Breiten waren für den alleinreisenden Digitalnomaden mehr als ausreichend. Eins hätte ich als „bekrabbelbaren Kleiderschrank“ nutzen können. Aber das gab meine Reisegarderode eh nicht her.

Den gekachelten Nebenraum benutze ich nicht: Mein Kulturbeutel liegt tagsüber im Waschbecken, in der Dusche steht der Korb mit der Schmutzwäsche und das Klo bleibt zu. Als alter Camper habe ich kein Problem damit, mit Kulturbeutel und Handtuch unterm Arm die Einrichtungen der Campingplätze zu nutzen.

Die Mobilität ist es n großer Vorteil: Heute hier, morgen dort… Aber beim nächsten Mal

Nicht ohne mein Fahrrad

Wenn man unterwegs ist, knurrt ab und an der Magen oder man würde gern mal eben in dem Obst- und Gemüseladen hüpfen, um eine Kleinigkeit einzukaufen.

Diese sind jedoch selten mit adäquaten Parkmöglichkeiten ausgestattet. Also weiterfahren bis zum nächsten halbwegs legalen Parkplatz und zurück zu Fuß. Und dann quasi wieder zurück zum Auto. Führt dazu, dass der Nomade dann doch viel zu Fuß unterwegs ist und/oder die Kreativität bei der Interpretation – was denn ein legaler Parkplatz ist – stark zunimmt.

Beim nächsten mal einfach das Fahrrad hinten dran und gut is. Aber Achtung, bei den drei Schienen die der Fahrradhalter bietet, entweder die mittlere oder äussere nutzen oder den Lenker längs drehen. Sonst kann’s hässliche Dellen in der Rückwand geben. Und immer gut abschließen.

Deutschland ist WLAN-Wüste

Dieses ständige Online-Sein fällt besonders ausserhalb der eigenen vier Wände auf. Also es fällt auf, dass es plötzlich nicht mehr da ist. Ob E-Mails mit riesigen Anlagen, Videos per WhatsApp, aber auch in meinem Fall die Synchronisierung von Fotos und Videos via Cloud ist ohne WLAN quasi unmöglich.

Ich werde hier bestimmt keine Lanze für Starbucks und Konsorten brechen, aber was sonst so im Angebot ist überzeugt wenig. Und der Telekom-Hotspot war auch tot…

Raus aus dem Hamsterrad

Die Freiheit, wann und wo sein zu wollen und zu können – nur paar feste Termine in Kalender und Routenplaner – ist so beeindruckend wie gewöhnungsbedürftig zugleich. Mal stehe ich um sechs auf, weil sich das Licht perfekt zum Fotografieren eignet. Mal frage ich mich um acht, ob ich jetzt aufstehen soll, wenn ich nachts bis nach Mitternacht Bilder bearbeitet oder Videos geschnitten habe. Auf meine zehn Stunden Arbeitszeit pro Tag komme ich so oder so.

Nomadin und Nomadenhund

Die Freiheit, vermeintlich alles und immer selbst entscheiden zu können, hat aber auch ihren Preis.

Für mich fehlt mir zu meinem Glück nur noch die Nomadin und der Nomadenhund. Deshalb werde ich meine Route so wählen, Frau und Hund morgen Abend mit an Bord zu nehmen und dann in der Herde weiter zu reisen.

Tipps für Freizeitkapitäne

Je nach Größe fährt sich so ein Reisemobil fast wie ein alltagstauglicher SUV oder zumindest wie ein Großfamilienkleinbus.

Aber:

  • Mit knapp sieben Metern Länge ist das Gefährt doch länger, als man gewohnt ist. Kann gerade in engen Kurven oder Einfahrten unangenehm auffallen.
  • Natürlich kennen wir die Angaben aus dem KFZ-Schein auswendig: 2,34 m breit, 3,23 m hoch und Leergewicht 2.875 kg. Also in Baustellen meist rechte Spur!
  • Kann man im Notfall auch googeln:
    • Parkhäuser eher meiden, nur im Ausnahmefall , zum Beispiel P 22 bei der Messe Köln
    • Beim Einparken nicht nur Bäume hinten beachten, sondern auch Äste oben.
      Vergesst sämtlich Zeitangaben der Navis – 100 bis 120 km/h ist für mich eine ordentliche Reisegeschwindigkeit- reicht! Rechnet also maximal mit 100 Kilometern pro Stunde. Geht auch schneller, aber dann…
    Kategorie: Aussendienst

    von

    Mein Blog trägt nicht ohne Grund den Zusatz: aus-dem-Leben-eines-fast-ALLES-ein-bisschen-KÖNNERS. Ich gehöre zu den Autodidakten, die alles erst einmal selber machen müssen, um zu verstehen, was wie geht, wer was u. U. besser kann und resultierend was wie lange dauert und kostet. Klingt anstrengend – ist es auch. Aber macht enorm fit und verbindlich. Ich weiß, wovon ich rede. Und das mögen Kunden, wenn sie mich was fragen und schnell eine anständige Antwort kriegen ;-)

    1 Kommentare

    1. Soso, ein Womo-Nomade willst Du sein? 😉
      Das mit dem Fahrrad hast Du schon richtig erkannt, weitere Erfahrungen werden folgen; oder in meinem Blog die konservierten Erfahrungen nachlesen …

      Liebe Grüße in die Wackerfabrik

      Sascha

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