Aussendienst, Digitalnomade, Messen
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Erkenntnisse eines Digitalnomaden

Ja – das Beitragsbild ist unscharf und es fehlen zwei „u“ zum GUUUDE. Ist aber Original von der Hinfahrt und die Unschärfe ist dem Datenschutz geschuldet 😉 Hier also in lockerer Folge meine ersten „Erkenntnisse eines Digitalnomaden“ auf Zeit:

Reisemobil als Arbeitsplatz

Je nach dem, was ich arbeite ist mein Arbeitsplatz in der Agentur natürlich komfortabler. Liegt wohl an knapp eins fünfzig Displaybreiten. Oft würde aber auch das MacBook reichen. Und das ist im Wohnmobil an Tisch und Sitzbank problemlos. Klar, für längere Reisen sind neben dem MacBook ein mittelgroßes Display, Maus und Tastatur natürlich sinnvoll.

Da ich nie zehn Stunden unbewegt auf meinem Hintern sitze, hat mir die Qualität eines ergonomischen Sitzmöbel nicht wirklich gefehlt. Der Park für einen kurzen Spaziergang liegt ja oft direkt vor der Tür.

Erkenntnisse eines Digitalnomaden - mit dem Kraus DG 650 „on Tour“

Wohnmobil ist Tinyhouse auf Rädern

Zwei Betten mit 140er und 160er Breiten waren für den alleinreisenden Digitalnomaden mehr als ausreichend. Eins hätte ich als „bekrabbelbaren Kleiderschrank“ nutzen können. Aber das gab meine Reisegarderobe eh nicht her.

Den gekachelten Nebenraum benutze ich nicht: Mein Kulturbeutel liegt tagsüber im Waschbecken, in der Dusche steht der Korb mit der Schmutzwäsche und das Klo bleibt zu. Als alter Camper habe ich kein Problem damit, mit Kulturbeutel und Handtuch unterm Arm die Einrichtungen der Campingplätze zu nutzen.

Die Mobilität ist von großem Vorteil: Heute hier, morgen dort…

Aber beim nächsten Mal

Nicht ohne mein Fahrrad

Wenn man unterwegs ist, knurrt ab und an der Magen oder man würde gern mal eben in die Metzgerei, den Bäcker oder den Obst- und Gemüseladen hüpfen, um eine Kleinigkeit einzukaufen.

Diese sind jedoch selten mit adäquaten Parkmöglichkeiten ausgestattet. Also weiterfahren bis zum nächsten halbwegs legalen Parkplatz und zurück zu Fuß.
Und dann quasi wieder zurück zum Auto.
Führt dazu, dass der reisende Digitalnomade dann doch viel zu Fuß unterwegs ist und die Kreativität bei der Interpretation – was denn ein legaler Parkplatz ist – stark zunimmt. Umgekehrt proportional mit der STVO und dem, was die netten Ordnungshüter vor Ort gern an die Windschutzscheibe heften.

Beim nächsten mal einfach das Fahrrad hinten dran und gut is.

Aber Achtung: Bei den drei Schienen die der Fahrradhalter bietet, entweder die mittlere oder äussere nutzen oder den Lenker längs drehen. Sonst kann’s hässliche Dellen in der Rückwand geben. Und immer gut abschließen.

Deutschland ist WLAN-Wüste

Dieses ständige Online-Sein fällt besonders ausserhalb der eigenen vier Wände auf. Also es fällt auf, dass es plötzlich nicht mehr da ist. Ob E-Mails mit riesigen Anlagen, Videos per WhatsApp, aber auch in meinem Fall die Synchronisierung von Fotos und Videos via Cloud ist ohne WLAN quasi unmöglich.

Ich werde hier bestimmt keine Lanze für Starbucks und Konsorten brechen, aber was sonst so im Angebot ist überzeugt wenig. Und der allgegenwärtige Telekom-Hotspot war in der Regel auch tot…

Raus aus dem Hamsterrad

Die Freiheit, wann und wo sein zu wollen und zu können – nur paar feste Termine in Kalender und Routenplaner – ist so beeindruckend wie gewöhnungsbedürftig zugleich.

Mal stehe ich um sechs auf, weil sich das Licht perfekt zum Fotografieren eignet. Mal frage ich mich um acht, ob ich jetzt aufstehen soll, wenn ich nachts bis nach Mitternacht Bilder bearbeitet oder Videos geschnitten habe. Auf meine zehn Stunden Arbeitszeit pro Tag komme ich so oder so.

Nomadin und Nomadenhund

Die Freiheit, vermeintlich alles und immer selbst entscheiden zu können, hat aber auch ihren Preis.

Für mich fehlt mir zu meinem Glück auf jeden Fall die Nomadin und der Nomadenhund. Deshalb werde ich meine Route so wählen, Frau und Hund morgen Abend mit an Bord zu nehmen und dann „als Herde“ weiter zu reisen.

Ach – Einen hab‘ ich noch oder wie der „Heilige Steve“ zu sagen pflegte: „On more thing…“

Tipps für Freizeitkapitäne

Erkenntnisse eines Digitalnomaden - mit dem Kraus DG 650 im Parkhaus ;-)

Je nach Größe fährt sich so ein Reisemobil fast wie ein alltagstauglicher SUV oder zumindest wie ein Großfamilienkleinbus.

Aber:

  • Mit knapp sieben Metern Länge ist das Gefährt dann doch oft länger, als man gewohnt ist. Kann gerade in engen Kurven oder Einfahrten unangenehm auffallen.
  • Natürlich kennen wir die Angaben aus dem KFZ-Schein auswendig im Schlaf: 2,34 m breit, 3,23 m hoch und Leergewicht 2.875 kg.
    Also in Baustellen meist rechte Spur!
  • Kann man im Notfall auch googeln:

  • Parkhäuser eher meiden, nur im Ausnahmefall, zum Beispiel P 22 auf der Messe Köln (ist aber das einzige Parkhaus, das ich mit dieser Höhe kenne)
  • Beim Einparken nicht nur Bäume hinten beachten, sondern auch Äste oben.

 

Und:

Vergesst sämtlich Zeitangaben der Navis! 100 bis 120 km/h ist für mich eine ordentliche Reisegeschwindigkeit – reicht!
Rechnet also maximal mit 100 Kilometern pro Stunde.
Geht auch schneller, aber dann…

1 Kommentare

  1. Soso, ein Womo-Nomade willst Du sein? 😉
    Das mit dem Fahrrad hast Du schon richtig erkannt, weitere Erfahrungen werden folgen; oder in meinem Blog die konservierten Erfahrungen nachlesen …

    Liebe Grüße in die Wackerfabrik

    Sascha

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