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Fragt nicht, was eure Firma für euch tun kann – fragt, was ihr für eure Firma tun könnt.

Zuletzt aktualisiert am 10. August 2021 um 14:36

Vielleicht kommt Dir der Satz „Fragt nicht, was eure Firma für euch tun kann – fragt, was ihr für eure Firma tun könnt.“ nicht so ganz unbekannt vor. Das liegt wohl daran, dass das Original vielen geläufig ist, auch wenn es vor meiner Geburt gesprochen wurde.

Das Original dieses Satzes ist nämlich ein kleiner Ausschnitt der Amtsantrittsrede des damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy aus dem Januar 1961 und sie lautet auf deutsch: „Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann – fragt, was ihr für euer Land tun könnt.“ Wie komme ich nun darauf, das Zitat so umzuschreiben? Und warum?

Komm‘ mit auf (m)eine Reise

Das ist jetzt keine besonders blumige Sprache, sondern tatsächlich eine Reise, die ich 2016 gemacht habe. Und auf die nehme ich Dich jetzt gerne mit.

Es ging nach Kanada. Oder um es genauer zu sagen: Von Frankfurt nach Montreal und dann von der Ostküste (rechts) mit nahezu allen Verkehrsmitteln einmal quer durchs Land zum Pazifik (links) nach Vancouver: Mit Flugzeug, Greyhound, Eisenbahn und Auto.

Überraschung

Die ersten Tage verbrachten wir in Montreal. Dort hatte ich bereits 20 Jahre früher auf einer Geschäftsreise das EM-Endspiel in einem Luxushotel kucken müssen: Oliver Bierhoff schoss damals in der 95. Minute das erste Golden Goal und Deutschland war Europameister. Fast hätten wir unsere neue Katze damals „Bierhoff“ genannt. Glücklicherweise wurde es dann aber doch „Rudi“.

Zurück zur Überraschung: Die Tochter zeigte mir auf den Tag heute genau vor fünf Jahren beim Frühstück ein Foto von einem Tattoo und fragte mich, ob es mir gefallen würde. Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir wohl einer der letzten Tattoo-freien Haushalte weit und breit. „Hübsch“ sagte ich, ohne zu wissen, worauf ich mich da einließ…

Denn das Bild auf dem Händie gehörte zu einem Instagram-Account einer Frau, die – was für ein Zufall – in einem Tatoo-Studio arbeitete. Und das war in Montreal.

Henne oder Ei

Henne oder Ei – wer war zuerst da? Keine Ahnung. Ich fragte mich aber: Bin ich jetzt wegen dem Foto in Montreal oder ist das Tattoo-Studio zufällig da, wo ich jetzt auch gerade bin?

Corporate Influencer

Ich weiß nicht, ob es den Begriff „Corporate Influencer“ damals schon gab. Aber mir wurde bei diesem Abendessensplausch schlagartig klar, dass die Tochter nicht wegen einer Werbung der Firma oder einer persönlichen Empfehlung oder sonstwas ausgerechnet in dieses Tattoo-Studio wollte. Sondern, weil sie sich die Arbeit schon länger anschaute – dem Account auf Instagram folgte. Und weil ihr das, was sie dort sah, so gut gefiel – reifte ihre Entscheidung aus der Entfernung: was, wer, wie, wann, wo…

Für dem Marketing-Mann in mir schon damals eine bahnbrechende Erkenntnis: Da zeigt eine Mitarbeiterin – quasi nebenbei – ihre tagtägliche Arbeit und gewinnt so jede Menge Menschen (Follower), die dann an die Tür der Firma klopfen, um Ihre Arbeit auch haben zu wollen.

Eigentlich ganz einfach, oder?

Die Mitarbeiterin gewinnt Menschen – für sich und die Firma. Sie freut sich über die wachsende Fangemeinde. Und die ist neue Kundschaft für die Firma, für die sie arbeitet.

Fragt nicht, was eure Firma für euch tun kann – fragt, was ihr für eure Firma tun könnt.

Jürgen Wolf frei nach John F. Kennedy

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Mein Blog trägt nicht ohne Grund den Zusatz: aus-dem-Leben-eines-fast-ALLES-ein-bisschen-KÖNNERS. Ich gehöre zu den Autodidakten, die alles erst einmal selber machen müssen, um zu verstehen, was wie geht, wer was u. U. besser kann und resultierend was wie lange dauert und kostet. Klingt anstrengend – ist es auch. Aber macht enorm fit und verbindlich. Ich weiß, wovon ich rede. Und das mögen Kunden, wenn sie mich was fragen und schnell eine anständige Antwort kriegen ;-)

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