Zuletzt aktualisiert am 17. September 2024 um 13:53
In einer für uns neuen Branche einen Bestatter mit der ganzen Klaviatur der Marketingkommunikation zu bedienen war schon ganz großes Tennis.
Was lässt das Werberherz höher schlagen?
Wir sollten keinen Stein auf dem anderen lassen – also machten wir alles neu:
– Corporate Design – Logo, Visitenkarten, Briefpapiere
– Broschüren – Image- und Informationsbroschüren
– Anzeigen – Image- und Themenanzeigen für Tageszeitung und Anzeigenblätter, Telefonbücher
– Aussenwerbung – Fahrzeuge, Fassade und Schaufenster
– Internetauftritt – Design, Programmierung, Inhalte (Texte und Bilder), Schulung
– Öffentlichkeitsarbeit – Presseservice (Verteiler, Presseinformationen, Aussendungen), Vorträge
– Werbemittel – Kugelschreiber, Streichhölzer
Einmal den ganzen Bauchladen. Das war nur mit Ärmel hochkrempeln nicht getan – Klotzen statt Kleckern, oft bis tief in die Nacht.
Aber es geht sogar noch besser:
Der Betreiber eines Krematoriums steht auf der Matte und fragt mich: Herr Wolf, was können Sie, was kann Marketing, leisten? Ich bekomme zwei Wettbewerber in meinem Einzugsgebiet. Das geht voraussichtlich erst auf Kosten des Preises, dann zu Lasten der Qualität. Kurzum: Was können Sie tun, damit ich mit meinen Kunden nicht über Preissenkungen reden muss?
OK Freunde, jetzt bekommt das Ding eine sportliche Note; garniert mit einer Portion
Beschützerinstinkt. Wir werden nicht zulassen, dass es einem Kunden an den Kragen geht, nur weil da zwei Wilde auf “der Rindfleischsupp’ angeschwomme komme” und ihm zwei Wettbewerber in den Vorgärten stellen.
Los geht’s!
Großartig, die ganze Truppe legt sich mächtig ins Zeug. Der Sommer der Nachtschichten. Feierabend erst nach Meilensteinen – also wenn Teilschritte erledigt sind und wir auf Freigaben warten müssen. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag.
Die Maßnahmen waren umfangreich:
Wie oft geht’s los mit dem Corporate Design: Logo, Briefpapier, Visitenkarten, Schilder/Wegweiser.
Eine Veranstaltung (Hausmesse) wurde „erfunden“, konzipiert und benamt, um sich als branchenspezifischer Informationsgeber zu positionieren und quasi nebenbei als guten Gastgeber wahrgenommen zu werden. Vorab eine mehrstufige Einladung, um die Qualität des Adressbestand zu steigern: Wer ist Inhaber/Entscheider, wer ist vor Ort etc.
Konzeption, Gestaltung und Programmierung eines Internetauftritts. Eine kleine Broschüre mit Fakten und Kontaktangaben, Werbemittel und Mitarbeiterbekleidung.
Aber nicht nur Werbung, sondern auch Vertrieb: Personalsuche, Einstellungsgespräche, Mitarbeiterschulung, Geomarketing, Routenplanung.
Die erste große Etappe war dann am ersten Septemberwochenende erreicht. Hausmesse mit 15 Ausstellern, rund 600 Besuchern. Und alle glücklich und zufrieden: Gäste (also Kunden unser Kunden), Aussteller, Kunde nebst Mitarbeitern, die gesamte Agentur Mannschaft vor Ort (inkl. mobilem Grafik- und Druck-Studio für die letzten Poster, Banner etc.) – und ein dickes Lob an uns obendrauf.
Und um die oben gestellte Frage zu beantworten (Klar, Erfolg hat viele Väter): All unsere Maßnahmen haben mit dazu beigetragen, dass der Umsatz nicht schrumpfte und die Preise nicht gesenkt werden mussten.
Volltreffer!