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Am Arsch der Welt

20140424-003843.jpgWann sagt man das?
Wann sagst Du: Am Arsch der Welt?
Wenn nach der Autobahnausfahrt noch eine Stunde Landstraße ansteht?
Wenn der Ort in den Nachrichten noch nicht einmal auf der Wetterkarte auftaucht?
Wenn Du mehr als eine halbe Stunde zu Fuß laufen musst?

Ich habe schon oft gesagt: „Das ist doch am Arsch der Welt!“
Häufig, wenn ich morgens – also meist zwischen neun und zehn – Termine bei Kunden habe, wegen denen ich mir den Wecker stelle, bei dem dann eine „5“ oder gar eine „4“ vorne dran steht. Sprich: drei bis vier Stunden Autofahrt und dann frisch Schlaues Zeug parat haben…

In den letzten Monaten haben wir oft mit Neuseeland kommuniziert. Mit Viber sogar kostenlos. Aber immer mit zwölf Stunden Zeitverschiebung. Das ist im Alltag schwer unterzubringen…
Wenn ein Tag unbestritten 24 Stunden hat und genau zwölf Stunden die Gesprächspartner trennen, können wir bei einer leidlich kugelförmigen Erde also vom anderen Ende der Erde sprechen.
Ist das dann der Arsch der Welt?
Die größtmögliche Entfernung von uns?

Wie wir Mitteleuropäer den Globus kennen, spreche ich also von einem Land rechts unten – kurz hinter Australien.

Mächtig falsch gedacht. Ich dachte, Singapur wäre weit. Ist aber nur knapp die erste Hälfte. Dann geht’s weiter über jeder Menge Wasser, quer über Australien und dann das Tasmanische Meer, wieder Wasser. Mit einer schlauen Verbindung ein Tripp von gerade mal 30 Stunden.
Das habe ich auch schon für 1.000 Kilometer an den Atlantik gebraucht.

Sei’s drum. Die genau andere Seite der Erde kann ich wohl aus unserer (mitteleuropäischen) Sicht getrost als den Arsch der Welt titulieren, oder?

Welche Arroganz?

Denn auf dem Globus ist knapp rechts von Neuseeland die Tagesgrenze. Weiter rechts Hawaii, ein amerikanischer Bundesstaat.

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In Neuseeland sieht unsere Erde in 2D so aus.
Also beginnt jeder Tag knapp neben Neuseeland. Wir in Europa sind Mittagszeit (High-Noon) und im Westen ist der Abend. Und in Hawaii ist Schluss.
Der Arsch der Welt. Sorry Amerika. Oder?

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