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ASKUB in einfach: die 5 Schritte, die jedes Projekt braucht

Oder: Eine Methode, für die man kein Studium braucht

Im letzten Teil hat das Nachhaken – die Frage nach dem Fenster statt nach dem Bild – einen Namen bekommen: ASKUB. Die ASKUB-Methode ist keine Wissenschaft, nur eine Reihenfolge. Zeit, sie einzulösen.

Die ASKUB-Methode: woher der Name kommt

ASKUB habe ich vor einigen Jahren erfunden, als ich nach einer Methode gesucht habe, das ganze, große Marketing- und Projektdenken in verdauliche Häppchen zu zerlegen. Für Menschen, die sich damit nicht jeden Tag beschäftigen – also fast alle, die trotzdem ständig Projekte stemmen müssen.

ASKUB steht für: Analyse, Strategie, Konzeption, Umsetzung, Bewertung. Fünf Schritte. Keiner davon kompliziert. Aber jeder davon wird gern übersprungen.

Analyse: Was wird eigentlich gebraucht?

Der Schritt aus dem letzten Teil. Nicht die Lösung abfragen, die jemand mitbringt, sondern verstehen, was dahintersteckt. Das Bild war die Lösung. Die leere, störende Wand war der eigentliche Bedarf. Ohne diesen Schritt landet man schnell bei einem hübschen, aber falschen Ergebnis.

Strategie: Wohin soll es gehen?

Bevor man plant, wie etwas gemacht wird, muss klar sein, wohin es überhaupt führen soll. Die Strategie ist die Richtung – nicht der Weg. Sie beantwortet: Was soll am Ende erreicht sein? Woran erkennt man Erfolg?

Wer diesen Schritt überspringt, plant oft sehr genau – nur eben nicht in die richtige Richtung.

Konzeption: Wie kommen wir dahin?

Jetzt wird es konkret. Aus der Richtung wird ein Weg: welche Schritte, in welcher Reihenfolge, mit welchen Mitteln. Das Konzept ist der Plan, den man später tatsächlich abarbeiten kann.

Umsetzung: Jetzt wird gemacht

Das ist der Teil, der sich nach Fortschritt anfühlt – und der leider oft der einzige ist, der überhaupt bewusst stattfindet. Im zweiten Teil dieser Serie ging es genau darum: Wer die ersten drei Schritte überspringt und direkt hier einsteigt, handelt zwar schnell, aber blind. Umsetzung ohne Analyse, Strategie und Konzeption ist Aktionismus mit Werkzeug.

Bewertung: Hat es funktioniert?

Der Schritt, der am häufigsten fehlt, weil das Projekt zu diesem Zeitpunkt meist schon als „fertig“ gilt. Aber ohne Bewertung bleibt unklar, ob das ursprüngliche Ziel – die Strategie – tatsächlich erreicht wurde. Und genau hier zeigt sich, warum ASKUB kein linearer Ablauf ist, sondern ein Kreis: Die Bewertung eines Projekts ist oft schon die Analyse des nächsten.

Warum das kein Fachchinesisch ist

Fünf Wörter, die nichts anderes tun, als eine Reihenfolge zu erzwingen, die man sonst gern durcheinanderbringt. Das gilt für ein Kundenprojekt genauso wie für die nächste Vereinsaktion. Niemand braucht dafür ein Zertifikat. Es reicht, sich die fünf Fragen in der richtigen Reihenfolge zu stellen.

Was du mitnehmen kannst

Die ASKUB-Methode als Checkliste zum Kopieren für dein nächstes Projekt:

  1. Analyse: Was wird wirklich gebraucht – nicht, was wurde zuerst genannt?
  2. Strategie: Wohin soll es gehen, und woran erkennst du, dass es dort angekommen ist?
  3. Konzeption: Welche Schritte, in welcher Reihenfolge, mit welchen Mitteln?
  4. Umsetzung: Jetzt – und nicht früher.
  5. Bewertung: Hat es das erreicht, was die Strategie vorgesehen hat? Und was folgt daraus für das nächste Projekt?

Fünf Schritte machen aus einer Idee ein Projekt. Was sie nicht von selbst leisten: dass jemand dafür geradesteht, wenn es hart auf hart kommt. Davon handelt der letzte Teil dieser Serie.

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