Fauler Hund

Innovation – Läuft alles nach Plan? Dann leg‘ Dich wieder hin!

Aber: Obacht… Warum sollten die Herren Geschäftsführer über Innovationen, neue Technologien, moderne Kommunikation, Content-Marketing etc. nachdenken, wenn das Geschäft bestens läuft, loyale Kunden gewaltige, steigende Umsätze machen? Der Vertrieb „brummt wie’d Sau“, Mitarbeiter sind glücklich… „die Sonne scheint“ 😉

Ganz einfach: Weil das nicht stimmt!

Und, viel wichtiger: Weil gerade jetzt in irgendeinem Hinterhof, einer gammeligen Garage, in einem hippen Loft oder auch nur zur Untermiete bei Frau Kruse schräg gegenüber, schlaue, hochmotivierte gut ausgebildete Youngster hungrig sind. Leidenschaftlich, ehrgeizig, mit wenig Geld (noch) zufrieden, eine Herausforderung suchend. Sie stellen Euren Status Quo ebenso in Frage wie das Geschäftsmodell und jede Säule Eures Marketing-Modells, egal ob es nun vier oder sieben „P“s hat, einfach alles, was Ihr in Eurem bisherigen Geschäftsleben gelernt, perfektioniert und zu Erfolgen in der Vergangenheit geführt habt.ß

Kein Respekt mehr vor den Alten 😉

Aber warum auch? Wieso im Laden Musik-CDs oder Film-DVDs kaufen – die zu Hause eh nur die Regale vollmüllen – wenn es im Internet Musik und Filme als Download oder Stream gibt, wir dort mit Freunden oder in Projekten Play-Lists und unsere „Top-Ten-Filme-aller-Zeiten“ austauschen? Äh – hatte ich erwähnt – kostenlos…

Warum noch für teuer Geld die Luft mit eigenen Auto-Abgasen verpesten, wenn man auch emissionsfrei Auto fahren kann, wenn man will, per Car-Sharing ohne Spritkosten, Garagenmiete, Steuer, Versicherung und Inspektionskosten. Vergesst Winterreifen… Warum noch Hotelzimmer reservieren, wenn man weltweit auch in privaten Wohnungen und Häusern willkommen ist? Wenn nicht airbnb, dann Couch-Surfing, wovon oder ähnliches.

Noch Fragen? Die Auflistung kann ich hier bis zum Sankt-Nimmerleinstag weiterführen: auch wenn Bill Gates vor Jahren gesagt haben soll, Microsoft wäre am Internet nicht interessiert:

Die Digitalisierung ist weit mehr als nur Internet oder Online-Marketing! Klick um zu Tweeten

Digitalisierung macht vor keiner Branche halt. Vor Eurer auch nicht! Die Medien sind seit Jahren voll davon und dass wisst Ihr. Auch in eher „traditionell-konservativen“ Branchen konntet Ihr es nicht übersehen!

Hanseatische Kaufleute und diplomierte BWLer grätschen jetzt gern mit Ihrem geforderten ROI herein

Bei dem, was in Marketing-Kommunikation abgeht, was uns Soziale Medien und Content-Marketing Tag für Tag an Neuigkeiten bieten, verkaufen nur Scharlatane „Heilmittel in Dosen“.

Wir (!) anderen haben

  • ein paar Jahre Vorsprung im Thema
  • viel Erfahrung in vielen Projekten
  • ein großes Netzwerk
  • sind Innovations-hungrig
  • haben uns Leidenschaft und Hunger bewahrt
  • und Spaß, auch mal mit mehr Mut als Sicherheit einen Artikel zu schreiben

Hallo? Digitalisierung ist kein Schnupfen. Die Ursache bleibt!

Ich bin die „Old-School“ zu diesem Thema leid: „Wir investieren nur, was sich kurzfristig rechnet…“

IMG_8353_1038x576Das – liebe Freunde der Worschtsupp – kenne ich von der Firma, in der ich einst meine erste Ausbildung gemacht habe (übrigens: schönes Grab Frau F. Das einzige auf den Alten Friedhof ohne Geburtsjahr auf dem Grabstein), die vor 30 Jahren kurz vor der halben Umsatzmilliarde stand. Schon damals wurde – Dank Beratern/Beirat von Banken und Law Firms lieber in Steine (Hochregallager) als in Marketing investiert.

Super. Heute gibt’s noch nicht einmal mehr das Firmenschild der Verwaltungsfirma in der Berliner Allee.

Für alle, die noch leben und überleben wollen geb‘ ich hier den Schuft:

  • Was wollt Ihr – doppelt so viel wachsen als der Markt
  • Umsatzplus wie immer 20% zum Vorjahr?

Wenn Ihr ehrlich seid, gibt’s da schon den einen oder anderen Wettbewerber, „der da irgendwie komische Sachen“ macht.

Die gute Nachricht: Ja, vieles ist „komisch“.
Die schlechte Nachricht: Die machen was. Die lernen. Werden besser!

Und Ihr?

Noch ist es nicht zu spät

Nur in sichere und etablierte Märkte zu investieren, kann sich aber als folgenschwerer Fehler erweisen. Die Entwickler und Anbieter disruptiver Technologien haben eine andere Agenda: Ihr Ziel ist es nicht, die Wünsche der Kunden von heute zu erfüllen, sie wollen mit neuen Leistungsmerkmalen neue Märkte erschließen. Spotify, Tesla und Airbnb sind drei der bekanntesten, aktuellen Vertreter.

  • 1958 lag die durchschnittliche Lebensdauer eines Unternehmens bei 61 Jahren lag
  • 1980 hatte sich dieser Wert schon mehr als halbiert: 25 Jahre
  • 2011 : 18 Jahre
  • Vorschau: in zwölf Jahren sind von den 500 bei Standard & Poor’s erfassten Unternehmen 75 Prozent Vergangenheit

IMG_8350_1x1Höchste Zeit also, sich damit zu befassen, wie digitale Technologien die eigenen Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle verändern. Werden Sie misstrauisch, stellen Sie sich selbst in Frage und wagen Sie Neues!

Nicht erst seit dem Cluetrain-Manifest („1. Märkte sind Gespräche.“ etc.) predige ich gebetsmühlenartig: „Nicht die Großen fressen die kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen“. Klick um zu Tweeten