Jahr: 2026

„Die Jugendhütt‘ bringt sogar den Wolf in die Bütt“

Ei guude wie, ihr liebe Leit,  Jetzt steh ich hier – un bin bereit!  Jahrgang 63 un bald dreiunsechzisch Joahr – jetzt lacht net laut,  des is wie doppelt gemoppelt – awwer so war’s halt gebaut! Sechzisch-drei geboren, dreiunsechzisch alt – des is korrekt,  der liebe Gott hot Humor – des hat der net versteckt!  Un trotzdem fühl ich mich wie zwölf, wenn’s um de Orplid klimmt  – des Herz wird jung, wenn’s um die Jugendhütt‘ bestimmt! Na, ich verzähl eich, wie’s dazu komme is – passt gut uff:  Letschte Dienstag, Vorstandssitzung – ich als Öffi-Mann genuff!  Des Thema war die Jugendhütt – wie’s drum bestellt,  un was wer macht – des war wie aus ner annern Welt! Keener wusst genau Bescheid, keener war zuständisch recht,  awwer GEREDET hawwe alle – des lief net schlecht!  „Die Jugend macht des!“ – „Nee, de Bauausschuss!“ – hin un her,  wie Ping-Pong ohne Ball – ihr wisst schon, was ich mein, oder? Un ich sitz do un denk: „Mensch, DES kenn ich doch gut!  Des is wie früher!“ …

Werte vs. Handeln: Vom Sonnenaufgang zur Selbstverpflichtung – oder: Warum wir oft gegen unser besseres Wissen leben

Heute Morgen stand ich auf meinem Balkon. Die Sonne kam gerade über den Horizont gekrochen, noch ein bisschen verschlafen, wie ich selbst. Und dann kam er wieder, dieser Gedanke, der mich immer wieder überfällt wie ein ungebetener, aber hartnäckiger Gast: Nie zuvor in der Menschheitsgeschichte hatten so viele Menschen Zugang zu so viel Wissen. Und trotzdem – oder gerade deswegen? – klafft eine riesige Lücke zwischen unseren Werten und unserem Handeln.

Meer und Strand

Wohnen. Raum und Verantwortung

150 Quadratmeter. Dann 120. Jetzt 46. Das ist nicht die Entwicklung meiner Schuhgröße, sondern meine persönliche Wohnfläche pro Person der letzten Jahre. Einmal mit Kind, dann zu zweit, heute allein. Und während die durchschnittliche Wohnfläche für Singles in Deutschland bei 73,3 Quadratmetern liegt, lebe ich auf 46…

Ich bin glücklich mit meinem Leben.

Ich bin glücklich mit meinem Leben

Über Schokolade, Scheidungen und die Frage, was ein gelungenes Leben ausmacht Kurz vor Weihnachten bekam ich ein Buch geschenkt. Der Titel: „Wozu wir da sind“, im Untertitel „Walter Wemuts Handreichungen für ein gelungenes Leben“. Der Autor ist Axel Hacke, der in der Süddeutschen eine feste Kolumne hat: „Die Toten der Woche“. Dort veröffentlicht er sehr individuelle Nachrufe. In Summe geht er der Frage nach, was ein gelungenes Leben ausmacht. Bei der Lektüre dieses Buches fiel mir ein anderes Buch ein, das ich schon vor Jahren las. Ich kaufte es mir als Hörbuch und merkte ungefähr beim vierten Kapitel: Das kenne ich doch. Steht in meinem Schrank. Tatsächlich – da steht es. Ich nehme es raus, und ein Lesezeichen platzt mir entgegen. Jetzt schließt sich der Kreis zu einem Satz, der mir seit Tagen durch den Kopf geht: Ich bin glücklich mit meinem Leben.